Wettkampfbericht von Wolfgang Seidl beim Ironman South Africa
Am So. den 25.04.2010 ging der IRONMAN South Africa über die Bühne. Nach anfänglichen Problemen mit Transportflügen nach Süd Afrika konnte unser Athlet Wolfgang Seidl doch noch die Reise antreten! Er erreichte mit einer Zeit von 9:28:30 den 22. Gesamtrang und wurde 4. in seiner AK M35!
RENNBERICHT von Seidl Wolfgang:
Hab heute im Ziel mit dem Veranstalter gesprochen und er hat mir verraten dass heute um 3 Uhr i.d. Früh schon darüber diskutiert wurde ob das Schwimmen überhaupt stattfinden soll wegen dem starken Wind und den daraus resultierenden Wellen. Es hat sich jedoch ein wenig (ganz ein wenig nur) gebessert und so hab es heute Früh nur ca. 1,5 Meter(!!!) hohe Wellen. Jedenfalls war es schon mal sehr schwierig beim Schwimmstart die Wellen zu überlisten. Außerdem war es fast unmöglich sich zu orientieren da wir aufgrund der Wellen keine Bojen sahen. Ich fand es dennoch cool unter solchen Bedingungen zu schwimmen und bin mit meiner Endzeit von 1:05 sehr zufrieden. Vor einem Jahr hätt ich unter diesen Bedingungen sicher länger als 1:20 gebraucht, danke an den Meistertrainer Johann!!! Ach ja, beim zurückschwimmen von der ersten Runde hat mich direkt vor dem Strand eine Riesenwelle erwischt und mich hat’s mehrmals überschlagen.
Die ersten Km am Rad waren ziemlich zäh, aber das ist bei mir meistens so. Da heißt es geduldig sein und warten bis es besser wird. Hab dann auf der ersten Runde ziemlich viele Leute überholt und auf der Pendelstrecke konnte ich mal zählen an welcher Position ich lag. Während der ersten Radrunde fand ich ein paar Mal eine Gruppe in der wir abwechselnd die Führungsarbeit aufteilten. Das hat jedoch ein Marschall abgestellt indem er einen die rote Karte zeigte. Ich hab aber immer versucht die 7 Meter Abstand zum Vordermann zu halten, wollte keine Strafe riskieren.
Die Radstrecke scheint am Profil vielleicht einfach zu sein, die Realität sieht aber anders aus. Vor allem der raue Asphalt bremst gewaltig, dazu immer leichte Hügel mit viel Wind. Auf der 2ten von drei Radrunden musste ich gewaltig kämpfen, hatte auch ziemliche Schmerzen im oberen Oberschenkel bzw. i.d. Gefäßmuskulatur und hab hinsichtlich Marathon ziemlich schwarz gesehen. Musste die letzten 2 Radrunden immer Alleine fahren. Ich hatte nie einen genauen Überblich welchen km/h Schnitt bzw. welche Zeit ich hatte da ich am Start meine Stoppuhr nicht gestartet hab. So war ich am Ende mit der Zeit von 5:04 gar nicht so unglücklich. Diese 180km waren heute aber sehr hart erkämpft. Auf der Strecke hab ich heute auch Luci Zelenkova (vorjährige Damen Siegerin) überholt, die sich beim Schwimmen einen ziemlichen Vorsprung geholt hat.
Beim herauslaufen aus der zweiten Wechselzone hatte ich plötzlich Bella Bayliss (Top Ironman Lady und mehrfache Ironman Siegerin) vor mir. Auf Gentleman like hab ich verzichtet und bin Ihr gleich davon gelaufen. Nach meinem Einbruch bei ca. km 16 oder so war Sie plötzlich wieder hinter mir. Dann musste ich sofort an Trainer Guru Johann denken der mir befahl wie ein Mann zu kämpfen und ich hab Sie wieder stehen gelassen J Die ersten km bin ich so zwischen 4:05 und 4:15 angelaufen, später dann waren aber auch mal eine 5:00’er Zeit dabei. Ich hab heute zwar auch beim Laufen gelitten aber nicht so wie die letzten Male, das Radfahren heute war vieeel schlimmer. Beim Laufen hat mich heute gar keiner überholt, dafür hab ich mindestens 1000 Leute hinter mir gelassen (natürlich auch jene die später als ich vom Biken retour gekommen sind…). 10km vor dem Ziel hab ich dann gesehen dass ich vermutlich eine zeit unter 9:30 ausgeht, da bin ich dann einige schnelle km gelaufen. Hab aber mehrmals leichte Krampfankündigungen am hinteren Oberschenkel gespürt, daher bin ich bei Übergängen etc. ziemlich vorsichtig gewesen. Hab mich heute sehr gut konzentriert, jeder Gedanke an die Finish Line hab ich gleich verdrängt und wieder aufs Laufen fokussiert. Ziel heute wäre ja eine Zeit unter 3:10 gewesen, ohje, da kann ich mir vom Trainer was anhören ;-) Schlussendlich war der Zieleinlauf wieder ein Erlebnis welches man als „Nicht Ironman“ nicht erleben kann. Emotionen, Jubel und Freude. Schlussendlich hab ich mein Ziel unter die Top 30 erreicht, nur mit dem Stockerlplatz in meiner AK hat’s halt noch nicht geklappt. Vielleicht auch gut so, so gehen mir die Ziele nicht aus…
Yours,
Wolfgang
Die sechste Austragung des IRONMAN Südafrika in Port Elizabeth gewann der heimische Lokalmatador Raynard Tissink zum zweiten Mal. Nach zweiten Plätzen im Vorjahr in Südafrika und Österreich holte sich Sonja Tajsich aus Deutschland ihren ersten Sieg bei einem IRONMAN Bewerb.
Die weiteren Österreicher in Südafrika im Ziel:
RENKO, Max 08:51:19
NEUHOLD, Christian 10:28:15
TAGWERKER, Daniel 10:35:25











Kommentare
ich ziehe meinen Hut vor dir - GRATULATION!!!
Beste Grüße,
Gerald
Gratulation!
LG
Mario
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