Sieg für Seidl beim Xtreme-Triathlon in Aurland
Am Samstag den 13. August fand der "Aurland Berg Xtreme Triathlon" (AXTRI) in dem kleinen westlichen Dorf Aurland in Indre Sogn (Norwegen) statt. Obwohl der Xtreme-Triathlon zum ersten Mal stattfand, waren die 150 Startplätze innerhalb weniger Tage nach der Öffnung der Registrierung im November letzten Jahres ausgebucht. Die Teilnehmerliste bestand aus 12 Frauen und 138 Männer zwischen 17 und 60 Jahren und sammelte Teilnehmer aus 16 Nationen. Drei davon kamen aus der Fürstenfelder Talentschmiede. Wolfgang -Kaiser- Seidl, Thomas -Tuto- Tunst und Jochen -Wickinger- Massing stellten sich dem härtesten Halbdistanz-Triathlon, den die Welt zu bieten hat.

Beim Start auf die 1900m lange Schwimmstrecke um 09Uhr morgens herrschten frostige Wassertemperaturen um die 13°C (!). Wolfgang Seidl überzeugte schon in der Auftaktdisziplin mit einer starken Schwimmleistung. Nach 29min stieg er bereits als Vierter aus dem kühlen Nass und wechselte aufs Rad. Nur 50 Sekunden später wechselte auch der Norseman-Erprobte Jochen Massing mit starker Schwimmleistung aufs Rad. Mit ebenfalls solidem Schwim-Split von 32:42min setzte auch Thomas Tunst zur Verfolgung an.
Bereits nach wenigen Kilometern auf der äußerst anspruchsvollen Radstrecke übernahm unser Kaiser die Führung, was angesichts des Höhenprofils bestimmt keinem Zuckerschlecken gleich kam. Bereits nach etwa 100 Metern auf flacher Ebene folgte ein 16,5km langer Anstieg auf den Gipfel des Aurland Berg (1350 m) -mit einer durchschnittlichen Steigung von 8%- ohne eines einzigen flachen Teilstücks. Am Gipfel angekommen hatten unsere Helden nicht viel Verschnaufpause. Neben arkitsichen Temperarturen und extremen Wind mussten Sie sich nach wenigen Metern wieder nach unten in Richtung Lærdalsfjord auf der anderen Seite des Berges stürzen. Die schwierige Abfahrt war gespickt mit schmalen und oft sehr unebenen Abschnitten und Haarnadelkurven, welche vollste Konzentration des Athleten abverlangten. Direkt am Fuße des Berges auf den Fjord nach 45km erwartete unsere Athleten die 180 Grad-Wende. Von dort an ging es -noch steiler- wieder retour. Wolfgang Seidl bewältigte mit zweitschnellster Radzeit die 94km lange Radstrecke mit insgesamt 3050 Höhenmetern in sagenhaften 3:48h. Jochen Massing kam nach 4:37h und Thomas Tunst nach 4:43h in die zweite Wechselzone.

Die letzte Disziplin bestand aus mehr als 21 langen und steilen Kilometern bis zum oberen Rand des Aurlandsdalen, mit dem Ziel in Gudvangen, 850 Meter über dem Meeresspiegel. Unser Teilnehmer hatten 5 flache Kilometer entlang von Vassbygdivannet bevor der harte Aufstieg begann. Die Strecke folgte dem Fluss entlang von steilen Talhängen, vorbei an den spektakulären Bergbauernhof Sinjarheim, und führte über einen schmalen und unebenen Weg in die veiløse Aurlandsdalen. Klingt schön und hart. Ist es auch.
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Mit etwas mehr als 7min Vorsprung wechselte der Führende Wolfgang Seidl auf diese harte Laufstrecke und konnte diesen Vorsprung sogar noch weiter ausbauen. Mit unglaublicher Laufhärte und Konstanz arbeitete sich unser Kaiser zur absoluten Bestzeit, welche auch den Veranstalter Michael Grasdal Moen stark beeindruckte, vor. Nach insgesamt 4200 Höhenmetern erwartete den Sieger Wolfgang Seidl nicht nur die Preisverleihung, sondern auch Ehre und Ruhm! Mit einer Gesamtzeit von 6:44h und einem Vorsprung von mehr als 20min (!) schaffte es unser Wolfi als Einziger unter sieben Stunden und holte sich das heiß begehrte schwarze Shirt!
Auf dem letzten Laufteil verbrachte Er 2 Stunden und 20 Minuten. Der folgender Vergleich spricht Bände: Bjorn Daehlie (norwegischer Skilangläufer und erfolgreichster Athlet in der Geschichte der Olympischen Winterspiele) brauchte 1 Stunde und 50 Minuten bis auf Aurlandsdalen, allerdings ohne die ersten 5 flachen Kilometern und ohne vorher 94km mit 3050Höhenmetern geradelt zu sein!

Die ebenfalls starken Laufleistungen von Thomas Tunst (2:38h) und Jochen Massing (3:11h) sollen deswegen aber nicht weniger gewürdigt werden! Beide kamen erschöpft aber glücklich über beide Ohren ins Ziel, was 32 Athleten überhaupt schafften. Nicht umsonst ist es der härteste Triathlon auf der Half-Iron-Distanz!

Erste Worte des Siegers Wolfgang Seidl:
Ich hab es noch nicht ganz realisiert, hier in Norwegen den absolut härtesten Mitteldistanz Triathlon, gewonnen zu haben. Aber dank meines Vertrauens in die eigene Stärke und meiner Geduld während dem Rennen ist es mir gelungen am Ende ganz oben zu stehen. Weder arge Krämpfe auf Grund einer Dehydrierung am Ende der Radstrecke, noch ein Sturz nach 5km auf der Laufstrecke konnten mich daran hintern immer konzentriert und fokusiert zu bleiben.
Großer Dank gebührt meinen Freunden und Vereinskollegen, die mich angefeuert, betreut und am Ende sich mit mir von ganzen Herzen gefreut haben.
Das Rennen war sicher eines der härtesten die ich bisher gemacht habe.
Danke für die vielen Gratulationen und Glückwünsche aus der Heimat.
Ehre, wem Ehre gebührt! Hier noch mal die Zeiten unserer Helden:
| Rang | Name | Swim | T1 | Bike | T2 | Run | Gesamt |
| 1 | Wolfgang Seidl | 29:00 | 0:02:58 | 3:48 | 0:02:08 | 2:20 | 6:44 |
| 16 | Thomsa Tunst | 32:42 | 0:02:26 | 4:43 | 0:02:26 |
2:38 |
7:59 |
| 28 | Jochen Massing | 29:50 | 0:03:54 |
4:37 |
0:03:23 |
3:11 |
8:25 |
Hier gibt es noch alle ERGEBNISSE!
Herzliche Gratulation an alle drei Finishern! Außerdem auch ein Großes Danke an Manuela Janosch, die als größter Fan direkt vorort war und den z'Haus geblieben ständig mit Updates versorgt hat!










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